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💬 Häufige Fragen zu Wochenbett & Stillen
Was ist das Wochenbett und wie lange dauert es?
Das Wochenbett bezeichnet die ersten sechs bis acht Wochen nach der Geburt, in denen sich der Körper der Mutter erholt und die Gebärmutter zurückbildet. In dieser Zeit finden auch die ersten Stillversuche statt und die Eltern-Kind-Bindung festigt sich. Die gesetzliche Wochenbettbetreuung durch eine Hebamme begleitet dich in den ersten Tagen und Wochen nach der Entbindung.
Wie oft sollte ich mein Neugeborenes stillen?
Neugeborene sollten nach Bedarf gestillt werden, das bedeutet etwa acht bis zwölf Mal in 24 Stunden. Achte auf die frühen Hungerzeichen deines Babys wie Schmatzen, Saugbewegungen oder Wühlen an der Brust. Stillen nach Bedarf fördert die Milchproduktion und stellt sicher, dass dein Baby ausreichend Nährstoffe und Flüssigkeit bekommt.
Welche Anzeichen deuten auf einen Milchstau hin und was kann ich tun?
Ein Milchstau äußert sich durch eine schmerzhafte, gerötete und verhärtete Stelle an der Brust, oft begleitet von allgemeinem Unwohlsein oder leichtem Fieber. Häufiges Anlegen des Babys, Wärmeanwendungen vor dem Stillen und sanfte Massagen der betroffenen Stelle können helfen. Halten die Beschwerden an oder steigt das Fieber, solltest du ärztlichen Rat einholen.
Was darf ich im Wochenbett und welche Aktivitäten sind tabu?
In den ersten Wochen nach der Geburt gilt: viel Ruhe, leichte Bewegung und keine schweren Lasten heben. Der Beckenboden und die Bauchmuskulatur brauchen Zeit, sich zu regenerieren, daher sind Sport und anstrengende Hausarbeit in den ersten sechs Wochen nicht empfehlenswert. Spaziergänge an der frischen Luft sind dagegen förderlich für die körperliche und seelische Erholung.
Welche Stillpositionen eignen sich für den Anfang am besten?
Die Seitenlage ist besonders nach einem Kaiserschnitt oder in der Nacht beliebt, da sie rückenschonend ist und dir erlaubt, dich auszuruhen. Die Wiegehaltung und die Rückenhaltung geben dir viel Kontrolle über die Anlegetechnik und sind für die ersten Stillversuche gut geeignet. Probiere verschiedene Positionen aus, um herauszufinden, was dir und deinem Baby am angenehmsten ist.
Wann sollte ich bei Stillproblemen eine Hebamme oder Ärztin kontaktieren?
Bei Schmerzen beim Stillen, wunden oder eingerissenen Brustwarzen, anhaltendem Milchstau oder Fieber solltest du zeitnah eine Fachperson hinzuziehen. Auch wenn dein Baby nicht ausreichend nässt, ständig unruhig wirkt oder du das Gefühl hast, dass es nicht genug Milch bekommt, ist eine professionelle Stillberatung sinnvoll. Deine Hebamme oder eine Stillberaterin kann dir in den meisten Fällen schnell und unkompliziert helfen.
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von Hannah Becker. Alle Inhalte werden vor Veröffentlichung durch unsere unabhängige Redaktion mit 5 Spezialist:innen + Final-Auditor geprüft.
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