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Erzieher:innen

Beruf, Ausbildung, Tarife, Quereinstieg — alles rund um pädagogische Fachkräfte.

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💬 Häufige Fragen zu Erzieher:innen

Was machen Erzieher:innen genau?

Erzieher:innen betreuen, bilden und fördern Kinder und Jugendliche in Kitas, Horten, Heimen oder der offenen Kinder- und Jugendarbeit. Sie planen pädagogische Angebote, beobachten die Entwicklung der Kinder und arbeiten eng mit Eltern sowie anderen Fachdiensten zusammen. Der Beruf ist anspruchsvoll und erfordert viel Einfühlungsvermögen, Geduld und Organisationstalent.

Welche Voraussetzungen brauche ich für die Ausbildung zur Erzieherin oder zum Erzieher?

In der Regel wird ein mittlerer Schulabschluss (Realschulabschluss) vorausgesetzt, oft ergänzt durch einen bestimmten Notendurchschnitt oder ein Vorpraktikum in einer sozialen Einrichtung. Manche Bundesländer verlangen zusätzlich das Abitur oder die Fachhochschulreife für bestimmte Ausbildungsformen. Wer unsicher ist, sollte bei der zuständigen Fachschule oder dem Landesjugendamt nachfragen.

Wie läuft die Ausbildung ab und wie lange dauert sie?

Die klassische Ausbildung dauert in Vollzeit drei bis fünf Jahre und ist eine schulische Ausbildung mit integrierten Praxisphasen in Kitas oder anderen Einrichtungen. Es gibt verschiedene Modelle: die fachschulische Ausbildung, die praxisintegrierte Ausbildung (PIA) mit Vergütung und auch ein Studium der Kindheitspädagogik an Hochschulen. Der Abschluss ist staatlich anerkannt und bundesweit gültig.

Was verdient man als Erzieher:in und welche Tarife gelten?

Die Vergütung richtet sich meist nach dem Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (TVöD SuE), je nach Bundesland und Berufserfahrung zwischen etwa 3.000 und 4.200 Euro brutto im Monat. In kirchlichen oder freien Trägern gelten oft ähnliche, manchmal leicht abweichende Tarife. Viele Bundesländer haben inzwischen eigene Verbesserungen für bessere Bezahlung und mehr Fachkräfte auf den Weg gebracht.

Kann ich als Quereinsteiger:in in den Erzieher-Beruf einsteigen?

Ja, der Quereinstieg ist in vielen Bundesländern möglich und wird wegen des Fachkräftemangels zunehmend gefördert. Je nach Vorbildung gibt es verkürzte Ausbildungsgänge, berufsbegleitende Modelle oder Umschulungen über die Arbeitsagentur. Voraussetzung ist meist eine abgeschlossene Berufsausbildung oder ein Studium in einem verwandten Bereich sowie ein ausgeprägtes Interesse an pädagogischer Arbeit.

Welche Aufstiegs- und Spezialisierungsmöglichkeiten gibt es?

Erzieher:innen können sich zur Fachwirtin oder zum Fachwirt für Erziehungswesen weiterbilden oder ein Studium der Sozialpädagogik, Kindheitspädagogik oder Sozialen Arbeit anschließen. Mögliche Spezialisierungsfelder sind etwa Sprachförderung, Inklusion, die Arbeit mit unter Dreijährigen oder Leitungsfunktionen in Kitas. Auch Fortbildungen zu Themen wie Traumapädagogik oder interkultureller Erziehung sind gefragt.

Stefan Reiter Elisabeth Huber Tobias Schmid Hannah Becker

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