Das Wichtigste in Kürze
- Der STIKO-Impfkalender 2026 bleibt in seiner Grundstruktur stabil — die Sechsfachimpfung ab dem zweiten Lebensmonat ist weiterhin Standard.
- RSV-Prophylaxe mit Nirsevimab schützt Neugeborene mit einer einzigen Spritze die gesamte Saison — ein wichtiger Fortschritt für Winterbabys.
- Die Meningokokken-C-Impfung für Kleinkinder wurde gestrichen, stattdessen wird eine ACWY-Impfung für Jugendliche ab zwölf Jahren empfohlen.
- Moderne Kombinationsimpfungen sind sicher — das Immunsystem des Kindes verarbeitet mehrere Impfstoffe gleichzeitig ohne Probleme.
- Dein Kind während der Impfung zu stillen ist eine der wirksamsten Methoden, um Schmerzen zu lindern.
Weiße Wände, eine kühle Liege, ein leises Summen des Kühlschranks mit den Impfstoffen — und mein Sohn, damals sechs Monate alt, der auf meinem Schoß zappelt. Die Kinderärztin zieht die Spritze auf und ich schlucke. Dabei habe ich als Hebamme hunderte Familien durch Impfentscheidungen begleitet. Und trotzdem: Wenn es das eigene Kind ist, fühlt sich alles anders an.
Im Januar 2026 hat die Ständige Impfkommission — kurz STIKO — ihren aktualisierten Impfkalender vorgelegt. Jedes Jahr aufs Neue fragen sich Eltern: Welche Impfungen sind wirklich wichtig? Was hat sich geändert? Und woher weiß ich, ob ich meinem Kind nicht zu viel zumute?
Ich möchte dir in diesem Artikel genau diese Fragen beantworten — mit dem Wissen einer dreifachen Mutter und ehemaligen Hebamme, ohne Panikmache und mit dem Blick dafür, was im Alltag wirklich zählt.
Was ist der STIKO-Impfkalender — und warum gibt es ihn?
Die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut in Berlin ist ein unabhängiges Gremium aus Expertinnen und Experten verschiedener Fachrichtungen — Kinderärzte, Virologen, Epidemiologen und Vertreter der Gesundheitsämter. Sie prüft jedes Jahr auf der Grundlage aktueller Studien, welche Impfungen für Säuglinge, Kinder und Erwachsene sinnvoll sind, und passt die Empfehlungen bei Bedarf an. Der Impfkalender ist also kein starres Regelwerk, sondern eine wissenschaftlich fundierte Orientierungshilfe, die ständig weiterentwickelt wird.
Für Eltern heißt das konkret: Die im Impfkalender genannten Impfungen gelten als Standard. Sie werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen, und der Gemeinsame Bundesausschuss — das oberste Beschlussgremium der Selbstverwaltung im Gesundheitswesen — setzt die STIKO-Empfehlungen in die sogenannte Schutzimpfungs-Richtlinie um. Erst dann sind sie Pflichtleistung der Kassen. Das erklärt auch, warum es manchmal eine Lücke von Wochen oder Monaten zwischen einer STIKO-Empfehlung und der tatsächlichen Kostenübernahme geben kann.
Trotzdem bleibt jede Impfung eine individuelle Entscheidung der Eltern. In Deutschland gibt es keine allgemeine Impfpflicht — die Masernimpfpflicht gilt nur für Kinder ab einem Jahr, die eine Gemeinschaftseinrichtung wie eine Kita besuchen. Das ist ein wichtiger Unterschied zu manchen Nachbarländern, und es ist auch ein Ausdruck unserer Rechtskultur: Der Staat informiert und empfiehlt, aber die letzte Entscheidung liegt bei den Eltern.
Der Impfkalender 2026: Die wichtigsten Änderungen
Für Eltern, die ihren Impfpass aus der eigenen Kindheit kennen, gibt es gute Nachrichten: Die Grundstruktur des Impfkalenders für Säuglinge und Kleinkinder ist stabil geblieben. Die STIKO empfiehlt weiterhin Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten, Hib, Kinderlähmung und Hepatitis B ab dem Alter von zwei Monaten — meist als Sechsfach-Kombinationsimpfung in einer Spritze. Das spart nicht nur Tränen, sondern auch Termine und ist in der Praxis gut erprobt.
Eine wichtige Neuerung betrifft die Pneumokokken-Impfung: Seit Anfang 2026 empfiehlt die STIKO für Kinder mit bestimmten Risikofaktoren — dazu gehören Kinder mit Immundefekten, schweren Herzfehlern oder chronischen Lungenerkrankungen — den 20-valenten Impfstoff PCV20. Er deckt mehr Serotypen ab als die vorherigen Impfstoffe und bietet damit einen breiteren Schutz. Für gesunde Kinder bleibt die Impfung mit dem 13- oder 15-valenten Impfstoff Standard. Pneumokokken sind übrigens die häufigsten Erreger von Lungenentzündungen und Hirnhautentzündungen im Kleinkindalter — die Impfung schützt vor schweren, manchmal lebensbedrohlichen Verläufen.
Bei den Meningokokken gab es ebenfalls eine Anpassung, die viele Eltern überrascht hat: Die STIKO hat ihre langjährige Empfehlung zur Meningokokken-C-Impfung für Kleinkinder gestrichen und empfiehlt stattdessen jetzt für Jugendliche ab zwölf Jahren eine kombinierte ACWY-Impfung, die vier Serotypen abdeckt. Der Hintergrund ist epidemiologisch gut nachvollziehbar: Das Durchschnittsalter der C-Meningokokken-Erkrankungen ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen — die Impfung in den ersten Lebensjahren schützt einfach nicht mehr die Altersgruppe, die am stärksten betroffen ist. Für Babys empfiehlt die STIKO weiterhin die Meningokokken-B-Impfung, die seit 2024 Kassenleistung ist. Das ist die Variante, die in Deutschland für die meisten schweren Meningokokken-Erkrankungen verantwortlich ist.
Die Impfungen im ersten Lebensjahr: ein Überblick
Als junge Mutter hast du in den ersten zwölf Monaten so viel um die Ohren, dass der Impfkalender schnell zur weiteren To-do-Liste wird, die Stress macht. Dabei hilft es, sich die Logik hinter den Terminen klarzumachen: Die meisten Grundimmunisierungen finden zwischen der sechsten Lebenswoche und dem 14. Lebensmonat statt — genau dann, wenn der natürliche Nestschutz durch mütterliche Antikörper langsam nachlässt.
Der klassische Fahrplan sieht so aus: Mit zwei Monaten beginnst du mit dem ersten Zyklus — der Sechsfachimpfung plus Pneumokokken und der Schluckimpfung gegen Rotaviren. Die Rotaviren-Schluckimpfung ist die einzige Impfung im Kalender, die nicht gespritzt wird, und sie muss früh abgeschlossen sein: die erste Dosis spätestens mit zwölf Wochen, die zweite spätestens mit 24 Wochen. Das hat praktische Gründe — später steigt das Risiko für eine seltene, aber ernste Darmkomplikation.
Mit drei Monaten folgt die zweite Dosis des Sechsfachimpfstoffs und meist die erste Meningokokken-B-Impfung. Mit vier Monaten kommt die dritte Sechsfachdosis — und hier entscheidet sich, ob du dein Kind nach dem Zwei-plus-eins-Schema impfen lässt, das die STIKO für reif geborene Säuglinge bevorzugt, oder nach dem Drei-plus-eins-Schema, das für Frühgeborene empfohlen wird. Der Unterschied ist kleiner als er klingt: Beim Zwei-plus-eins-Schema entfällt die dritte Dosis im ersten Lebensjahr, dafür folgt eine Auffrischung mit elf bis 14 Monaten. Beide Schemata sind sicher und führen zu einem zuverlässigen Impfschutz.
Zwischen elf und 14 Monaten stehen dann die ersten Auffrischungen an, dazu die erste Masern-Mumps-Röteln-Impfung und die erste Windpocken-Impfung. Ja, das können an einem Termin drei Spritzen sein. Und nein, das Kind wird dich nicht dafür hassen. Die Kinderärztin wird es schnell und professionell machen, und du hältst dein Kind danach ganz einfach im Arm — das ist das beste Beruhigungsmittel, das es gibt.
„Ist das nicht zu viel auf einmal?“ — Was die Forschung über Kombinationsimpfungen sagt
Diese Frage habe ich als Hebamme am häufigsten gehört. Und ehrlich: Ich habe sie mir selbst gestellt, als mein erstes Kind mit vier Monaten drei Spritzen an einem Vormittag bekam. Die Sorge ist verständlich — aber medizinisch unbegründet.
Moderne Kombinationsimpfstoffe enthalten keine lebenden Erreger, sondern nur Bruchstücke oder unschädlich gemachte Bestandteile. Das kindliche Immunsystem reagiert darauf mit der Produktion von Antikörpern — und zwar völlig unabhängig davon, ob ein oder mehrere Impfstoffe gleichzeitig verabreicht werden. Das Immunsystem eines Babys ist von Geburt an darauf ausgelegt, gleichzeitig mit zehntausenden Fremdstoffen aus der Umgebung zurechtzukommen. Die wenigen Impfantigene fallen da kaum ins Gewicht.
Studien zeigen konsequent, dass die Kombination verschiedener Impfungen an einem Termin die Immunantwort nicht schwächt und das Risiko von Nebenwirkungen nicht bedeutsam erhöht. Was stattdessen nachweislich hilft: Dein Kind vor der Impfung stillen oder füttern. Mehrere Untersuchungen belegen, dass Stillen während oder kurz nach der Impfung Schmerzen reduziert. Eine Zuckerlösung auf dem Schnuller — in der Kinderarztpraxis meist vorhanden — wirkt in den ersten sechs Monaten ähnlich schmerzlindernd. Und bitte keine Paracetamol-Zäpfchen vorbeugend geben. Das schwächt die Impfantwort und bringt nachweislich nichts.
Ein praktischer Tipp aus meiner Hebammenarbeit: Leg dein Baby mit nackten Beinchen auf die Liege und deck es nur locker zu. Wenn es nach der Impfung weint, nimm es sofort hoch und wiege es. Die Kombination aus Körperkontakt, deiner vertrauten Stimme und vielleicht dem Stillen ist das wirksamste Beruhigungsmittel, das die Natur bereithält.
Masern, Mumps, Röteln — und warum die Impfpflicht in der Kita bleibt
Seit März 2020 gilt in Deutschland die Masernimpfpflicht für Kinder in Gemeinschaftseinrichtungen. Kinder ab einem Jahr müssen vor Kita-Eintritt nachweisen, dass sie gegen Masern geimpft sind. Für Eltern, die ihr Kind nicht impfen lassen, drohen Bußgelder, und die Kita kann das Kind ablehnen.
Die Impfpflicht war bei ihrer Einführung umstritten — aber sie hat nachweislich gewirkt. Die Impfquoten bei der zweiten Masern-Impfung sind seitdem gestiegen. Trotzdem zeigen aktuelle Zahlen, dass immer noch Lücken klaffen, und auch gefälschte Impfnachweise sind ein bekanntes Problem, mit dem sich Gesundheitsämter herumschlagen. Die Kontrollkapazitäten sind beschränkt, und die Diskussionen um Impfzwang halten an.
Was in der politischen Debatte oft untergeht: Masern sind keine harmlose Kinderkrankheit. Sie können zu schweren Lungenentzündungen führen und in seltenen Fällen zu einer subakuten sklerosierenden Panenzephalitis — einer tödlichen Gehirnentzündung, die erst Jahre nach der Infektion ausbricht. Im Jahr vor der Impfpflicht, 2019, registrierte das Robert Koch-Institut 514 Masernfälle in Deutschland, mit mehreren Ausbrüchen in Schulen und Kitas. Diese Zahlen sind kein abstraktes Risiko — dahinter stehen reale Kinder mit realen Komplikationen.
RSV, Grippe und COVID-19 — was Eltern 2026 zusätzlich wissen sollten
Neben den Standardimpfungen des STIKO-Kalenders gibt es seit kurzem neue Optionen, über die Eltern Bescheid wissen sollten. Die wichtigste betrifft das Respiratorische Synzytial-Virus, kurz RSV. Es ist der häufigste Grund für Krankenhausaufenthalte bei Babys im ersten Lebensjahr — jedes Jahr werden in Deutschland rund 25.000 Säuglinge und Kleinkinder mit schweren RSV-Infektionen stationär behandelt.
Seit 2024 empfiehlt die STIKO für alle Säuglinge eine passive Immunisierung mit dem Antikörper-Präparat Nirsevimab — eine einzige Spritze reicht für die gesamte RSV-Saison. Die Empfehlung gilt für Neugeborene, die zwischen Oktober und März zur Welt kommen. Nirsevimab ist kein klassischer Impfstoff, der das Immunsystem zur Antikörperbildung anregt, sondern ein fertiger Antikörper, der sofort schützt. Das ist eine echte Innovation, und jede Familie mit einem Winterbaby sollte ihren Kinderarzt darauf ansprechen. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten.
Bei der Grippeimpfung ist die STIKO zurückhaltender: Eine allgemeine Empfehlung für alle Kinder gibt es in Deutschland nicht. Anders als in den USA, wo jedes Kind ab sechs Monaten routinemäßig gegen Grippe geimpft wird — und wo die aktuelle Regierung diese Empfehlung Anfang 2026 sogar wieder reduziert hat, ein Schritt, der international auf Kritik stieß —, empfiehlt die STIKO die Grippeimpfung nur für Kinder mit chronischen Erkrankungen wie Asthma, Diabetes oder Herzfehlern. Trotzdem erstatten viele Krankenkassen die Grippeimpfung auch für gesunde Kinder — einfach nachfragen beim nächsten Kinderarzttermin.
Die COVID-19-Impfung für Kleinkinder schließlich ist nach wie vor kein Standard: Die STIKO empfiehlt sie nur für Kinder mit bestimmten Vorerkrankungen. Für gesunde Kinder unter fünf Jahren gibt es keine generelle Impfempfehlung, und das wird sich auch 2026 nicht ändern.
Wenn die Angst mitkommt: Praktische Tipps für den Impftermin
Aus meiner Erfahrung als Hebamme und dreifache Mutter habe ich eine kleine innere Checkliste für den Impftermin entwickelt. Die erste Regel: Bleib selbst ruhig. Dein Kind spürt deine Anspannung über deine Körperhaltung, deine Stimme und deine Atmung. Wenn du verkrampft auf dem Stuhl sitzt, wird dein Kind ebenfalls verkrampfen. Atme tief durch und vertraue darauf, dass die Kinderärztin dein Kind professionell und schnell impfen wird.
Zweitens: Nimm vertraute Dinge mit — das Lieblingskuscheltier, ein Tuch, das nach dir riecht, oder das vertraute Schnuffeltuch. Vertraute Gerüche und Berührungen sind die stärkste Medizin, die wir Eltern haben. Drittens: Still dein Baby während der Impfung, wenn möglich — das lenkt ab und lindert den Schmerz nachweislich. Viertens: Plane den Rest des Tages ruhig. Kein Großeinkauf, kein Besuch bei der Schwiegermutter, kein Spielplatz-Marathon. Dein Kind hat etwas Großes geleistet und darf jetzt einfach sein — auf dem Sofa kuscheln, mit Bauklötzen spielen, einschlafen wann es will.
Und schließlich: Beobachte dein Kind in den 24 Stunden danach. Leichtes Fieber ist normal und ein Zeichen, dass das Immunsystem arbeitet. Rötungen und Schwellungen an der Einstichstelle sind ebenfalls harmlos — ein feuchter, kühler Waschlappen lindert die Beschwerden. Wenn dein Kind jedoch länger als drei Stunden untröstlich schreit, hohes Fieber über 39,5 Grad bekommt oder du neurologische Auffälligkeiten wie Zuckungen oder auffallende Teilnahmslosigkeit bemerkst — dann sofort zum Arzt oder in die Kindernotaufnahme. Solche Reaktionen sind extrem selten, aber sie kommen vor, und dann zählt jede Minute.
Ein letzter Gedanke: Impfen ist nie nur Medizin — es ist auch Beziehung. Zu deinem Kind, zu deiner Kinderärztin und zu dir selbst. Wenn du unsicher bist, sprich darüber. Eine gute Kinderarztpraxis nimmt sich Zeit für deine Fragen. Und wenn du nach der Lektüre dieses Artikels noch Fragen hast: Ruf einfach an und frag nach. Dafür sind sie da.
Quellen
- Ständige Impfkommission (STIKO) — Impfkalender 2026, veröffentlicht über das Robert Koch-Institut
- Pharmazeutische Zeitung — „STIKO-Empfehlungen: Impfkalender 2026 veröffentlicht“ (26.01.2026)
- aponet.de — „Grippe, RSV, Meningokokken: Impfkalender 2026 veröffentlicht“ (27.01.2026)
- ÄrzteZeitung — „Impfkalender für 2026: Die Neuerungen im Überblick“ (23.01.2026)
- Deutsche Apotheker Zeitung — „Neues Jahr, neuer Impfkalender“ (27.01.2026)
- Gemeinsamer Bundesausschuss — „Pneumokokken-Impfungen: PCV20 für Kinder ab 2 Jahren“ (05.03.2026)
- UNICEF Deutschland — „Elterntipps: Impfungen für Babys und Kleinkinder“ (23.04.2026)
- ADAC — „Checkliste Impfungen: Impfkalender für Kinder und Erwachsene“ (09.02.2026)
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Häufige Fragen
Muss mein Kind alle empfohlenen Impfungen bekommen?
In Deutschland besteht keine allgemeine Impfpflicht. Für die Masernimpfung gilt allerdings eine Nachweispflicht für Kinder ab einem Jahr, die eine Kita oder Tagespflege besuchen. Alle anderen Impfungen sind freiwillig — aber sie sind wissenschaftlich gut untersucht und millionenfach sicher angewendet.
Was tun, wenn mein Kind nach der Impfung Fieber bekommt?
Leichtes Fieber bis 39 Grad ist eine normale Impfreaktion und zeigt, dass das Immunsystem arbeitet. Kühle Wadenwickel, leichte Kleidung und viel Flüssigkeit helfen. Paracetamol oder Ibuprofen nur geben, wenn das Kind deutlich leidet — niemals vorbeugend, da dies die Immunantwort abschwächen kann. Bei Fieber über 39,5 Grad oder länger als drei Tage die Kinderärztin aufsuchen.
Warum wurde die Meningokokken-C-Impfung für Babys gestrichen?
Das Durchschnittsalter der C-Meningokokken-Erkrankungen ist in den letzten Jahren gestiegen. Die Impfung im Säuglingsalter schützt nicht mehr bis ins Jugendalter, wo die meisten Fälle auftreten. Die STIKO empfiehlt daher jetzt die kombinierte ACWY-Impfung für Jugendliche ab zwölf Jahren. Für Babys bleibt die Meningokokken-B-Impfung empfohlen.
Kann ich mein Kind impfen lassen, wenn es erkältet ist?
Ein leichter Schnupfen ohne Fieber ist in der Regel kein Hindernis. Bei Fieber oder einer ernsteren Erkrankung sollte der Impftermin verschoben werden. Entscheidend ist der Gesamtzustand des Kindes — deine Kinderärztin wird vor jeder Impfung prüfen, ob dein Kind fit genug ist.
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